WordPress - wo liegen seine Grenzen

WordPress in Verwendung als Content Management System für Firmen, Kanzleien, Praxen und Agenturen ist inzwischen weit verbreitet. Wen wundert es, ist es doch innerhalb von Sekunden installiert, notwendige Themes und PlugIns innerhalb von Minuten zusammengeklickt und jetzt noch das Firmenlogo hochgeladen die Farben - sprich "Corporate Design" - im Stylesheet angepasst und "habe fertig", zumindest was die Technik angeht. Alles wie es scheint aus einem Guss, responsive auch noch dazu, die schönen Bilder noch reingestellt, beim Hochladen werden sie auch noch in diversen Formaten konvergiert ein bißchen Text, der sich fast unendlich immer wieder in verschiedensten Zusammenhängen einblenden lässt, was will man mehr - Einheitsware eben. Ich persönlich wundere mich manchmal schon, in heutiger Zeit, in der alles personalisiert sein soll, individuell gestaltet, auf die Person / Firma zugeschnitten, sieht man immer mehr Einheitsbrei. Aber jetzt wieder zu WordPress, das seinen Anteil dazu beiträgt. Wo liegen denn da nun die Grenzen? Das grundsätzliche Problem - aber das kann in geübter Hand auch zum Vorteil gereichen - ist, dass WordPress ohne PlugIns eben doch nur ein reines Blog System ist. Erst durch diverse PlugIns bietet WordPress die Funktionalität, die für komplexere Websites benötigt wird, die WordPress zu einem vollwertigen Content Management System machen. PlugIns sind normalerweise gut getestet aber trotzdem fallen Dinge vor wie:

  • PlugIns verschiedenster Lieferanten führen zu Kollisionen, dies kann dazu führen, dass eine komplette Website unbrauchbar wird
  • PlugIns bergen immer die Gefahr einer Scherheitslücke
  • die Reihenfolge der Installation von PlugIns kann ebenso zu Problemen führen
  • Je mehr PlugIns installiert sind, um so schwerfälliger wird das Gesamtsystem

Ein weitere Schwachpunkt - in meinen Augen - ist, dass WordPress ein sehr eigenwilliges Userinterface im Backend - für Redakteure - besitzt. Es ist nicht WYSIWYG und mit wenigen Handgriffen kann im Backend die gesamte Seite verhaut werden, ohne dass der Redakteur ahnt, was er angestellt hat. Verschärft wird diese Problematik dadurch, dass die Versionsverwaltung von WordPress (Revisions) nicht alle Seiten-Parameter berücksichtigt. Regelmäßige Datenbanksicherungen in kurzen Zeitintervallen sind da unabdingbar.

Hier ein paar Impressionen vom WordPress Backend

Es gibt tausend Möglichkeiten eine Seite zu editieren. Die wenigsten ermöglichen einen WYSIWYG Funktionalität:

Es gibt einige Vergleiche der CMS Systeme WordPress und concrete5 - meist leider sehr oberflächlich, jedoch hier ein Statement, das ich nur bestätigen kann:

... Concrete5 is much recommended, since it has a simple and easy to use interface. While WordPress is considered to be very easy as well, some steps can be more detailed, and vary depending on the specific theme or plugin you are using ...
(Oksana Chyketa)